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Khabib Nurmagomedov: Das war eine wichtige Erfahrung
![]() Ich fange mit Khabib Nurmagomedov an. Bei der UFC on FX machte er seinen ersten Kampf gegen Kamal Shalorus und feierte auch seinen ersten Sieg. Hier ist das Interview, welches er gestern 24.01.2012 bloodandsweat.ru gegeben hat. Dein Manager Sam Kardan hat uns mitgeteilt, dass du in der Bank wars und das Geld abgehoben hast. Ja, habe es gerade abgeholt. Ich habe keine Schwierigkeiten mit dem Geld. Ich habe immer davon geträumt auf einem hohen Niveau zu kämpfen und habe nie über Honorare nachgedacht. Ich weiß, dass viele Sportler finanzielle Probleme haben, aber ich hatte Glück - ich habe genügend Sponsoren und Förderer. Erzähle uns von dem Kampf. Du musstest ja drei Runden im Käfig verbringen. Dem Plan nach sollte ich die ersten drei Minuten Aufklärungsarbeit leisten, aber es zog sich in die Länge. Ich war etwas verwirrt. Aber nachdem ich Shalorus am Ende der ersten Runde zu Boden schlagen konnte, habe ich die Sicherheit wiedererlangt. Die zweite und dritte Runde verliefen dann mehr nach meiner Vorstellung und ich zog das Tempo an. Hat die Puste gereicht? Ja, ich war konditionell gut vorbereitet. Nur als ich ihn finishen wollte, habe ich mich ganz schön verausgabt. Aber nach der Pause hatte ich mich vollstängig erholt. Ich hatte alle seine Aktionen erkannt und behielt die Kontrolle. Du hast mit viel Schwung geschlagen, zum Leidwesen der Abwehr. Wolltest du vorzeitig siegen? Das war ein Teil der Strategie. Shalorus übt immer Druck auf den Gegner aus, marschiert nach vorn. Er sucht den Schlagabtausch und lässt dabei oft einen Uppercut durch. Ich habe mit meinem Trainer Murat Keshtov speziell an dieser Technik gearbeitet - Einzelschläge, explosive Attacken mit anschließendem Rückzug, Takedowns. Wie sie gesehen haben, konnte ich viel davon beim Kampf realisieren. War Shalorus am Boden schwierig zu kämpfen? Der Gegner war erfahren, er hat bei den Olympischen Spielen gerungen, ist beim Grappling aufgetreten, gewann das europäische Auswahlturnier der ADCC. Potenziell war er nicht schwächer als ich, aber auch am Boden war ich im Vorteil. Ich war immer oben und habe ihn mit einem Würgegriff besiegt. Ich habe zwar ein paar Fehler zugelassen, doch der Gegner konnte kein Profit daraus schlagen. Wie bekannt ist, hat ein Teil deiner Vorbereitung in den Staaten stattgefunden. Mit wem von den bekannten Kämpfern konntest du beim Sparring die Kräfte messen? Nach meiner Ankunft trainierte ich mit Adlan Amagov, Rustam Chsiev, aber auch mit Charlie Brenneman, Jimm Miller und Mike Constantino. In der UFC hast du in einer für dich neuen Gewichtsklasse gekämpft - bis 70 kg. War es schwer das Gewicht zu machen? Die Diät hat mein Trainer ausgearbeitet. Sie hat sich sehr von dem unterschieden, was ich früher gemacht habe um Gewicht zu reduzieren. Im Prinzip wußte ich vor meiner Ankunft in die USA nicht was eine Diät ist. In Russland habe ich einfach auf Brot und Fleisch verzichtet. In den USA habe ich zum Frühstück Rührei ohne Eigelb gegessen, zum Mittag Salate, zum Abendessen Obst, trank dabei bis zu 8 Liter am Tag. Einen Tag vor dem Kampf habe ich aufgehört zu essen und zu trinken und der Organismus hat auch weiterhin sehr viel Wasser ausgeschieden, so wie er es vorher gewöhnt war. Hast für die Gewichtsabnahme in der Sauna geschwitzt? Nein, ich bin kein Fan dieser Methode. Es ist nicht gut für den Organismus. Sauna mag ich nur nach dem Training zur Erholung. Wie waren die Fans? In erster Linie war ich davon beeindruckt wieviele Zuschauer in der Halle waren. Ich bin noch nie vor so vielen Menschen aufgetreten. Maximum vor 5 Tausend, hier waren es aber an die zwanzig. Das Rumgeschreie, die Lichteffekte - das alles beinflußt einen. Es dauerte ein paar Minuten bis ich zu sich kam. Das war eine wichtige Erfahrung, beim nächsten Mal wird es leichter. Wie war es im Käfig? Für mich war es der erste Kampf im Käfig. Es ist schwierig nach diesem einen Kampf zu urteilen. In der dritten Runde packte er mich am Bein am Käfiggitter, ich konnte mich aber leicht befreien... Im Prinzip sind die Eindrücke durchweg positiv. Früher kämpfte ich nur im Ring. Dort halten sich die Kämpfen oft an den Seilen fest. Wenn man am Boden die Ringgrenzen verlässt, wird man in die Ringmitte gebeten. Im Käfig passiert so etwas nicht. Für mich ist es deshalb sehr viel bequemer. Tags:
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