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Fedor denkt ans Aufhören
![]() Fedor Emelianenko hat seinen Gegner starkgeredet, wie er es schon vorher mit Monson und Ishii gemacht hat: "Rizzo ist einer der besten Kämpfer, der an den Anfängen des MMA-Sport stand. Pedro ist sehr talentierter, harter Kämpfer mit vielen Titeln. Rizzo hat viele Champions geschlagen und heute ist er hier bei uns. (...) Als ich zu den MMA gewechselt bin, war Pedro schon ein gestandener Kämpfer in dieser Sportart. Ich habe vieles seinen Kämpfen entnommen. Pedro wird mit Recht als einer der stärksten Kämpfer angesehen." Hört sich fast wie der Vergleich von Wladimir Klitschko von Mormeck mit Tyson... Als er nach dem Finale des Strikeforce Heavyweight Turniers gefragt wurde, antwortete er, dass seine Sympathien eindeutig bei Joff Barnett liegen: "Wir sind schon lange befreundet. Was aber den Kampf mit dem Sieger angeht, die Chancen stehen eher schlecht. Ich werde bald meine Karriere beenden. Vielleicht wird der Kampf gegen Rizzo mein letzter." Auch das habe ich schon Mal so oder so ähnlich gehört. Entweder ist es eine Strategie um alle seine folgenden Kämpfe als "letzte" zu vermarkten. Oder man will so mehr Druck auf die UFC aufbauen, nach dem Motto "Eigentlich will ich nicht mehr kämpfen, aber wenn ein gutes Angebot kommt..." Wahrscheinlicher ist es das erstere, denn Emelianenko kommt mit Dana Whites direkter Art nicht klar: "Sagen wir so, ich würde nicht gern mit Leuten arbeiten, die sich so hässlich verhalten. Was Dana White angeht, in der Öffentlichkeit sagt er, er ist nicht an mir interessiert und tatsächlich ist man schon oft auf mich zugegangen, aber an Vadim Finkelstein vorbei. Sie wollten sich direkt mit mir treffen. Ich will aber nicht ohne meinen Manager arbeiten. Das ist der Mensch, der für meine Rechte einsteht und wir haben eine langes freundschaftliches, auf Vertrauen basierendes Verhältnis. White müsste seine Haltung gegenüber den Menschen überdenken, dann wird er bei den Leuten besser ankommen." Klingt für mich sehr komisch, denn alle stärksten Kämpfer konnten mit White eine Übereinkunft erzielen und verdienen dort mehr, als sie sonst wo verdienen würden. Bei den Leuten kommt White also auch so gut genug an. Vielleicht liegt es nicht an White, sondern an Fedor, oder besser gesagt, an Fedors Manager. Als die Presseleute Vadim Finkelstein die Frage stellten, wie sicher er sei, dass Rizzo in guter Form ist, obwohl er seit fast zwei Jahren keinen Kampf gemacht hat, antwortete er Folgendes: "Das ist ein legendärer Kämpfer und wir haben seit langem seine Kandidatur geprüft. Er hat einen ganz anderen Kampfstil als Jeff Monson. Wir wollten tatsächlich Kämpfe gegen die Gegner organisieren, die Fedor in der Vergangenheit schlagen konnten. Aber wir haben diese Möglichkeit nicht, weil sie alle im Käfig der UFC stecken. Zum heutigen Zeitpunkt ist es einer der besten Kämpfer, die nicht an einen Vertrag gebunden sind und auftreten können." Ganz ehrlich, ich kann das Wort "legendär" nicht mehr hören. Was soll es denn bedeuten? Ich habe den Eindruck, manche verwechseln die Begriffe Veteran und Legende. Wenn man auf schonende Art sagen will, dass jemand seine beste Zeit längst hinter sich hat und sportlich nichts mehr darstellt, dann bezeichnet man ihn heutzutage als "legendär". P.S. Auch nach Beendigung seiner Karriere wird Emelianenko nicht arbeitslos bleiben. Heute wurde er zum Präsidenten der kürzlich gegründeten MMA-Union gewählt. Tags:
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